Demokratie sowieso!

Initiative für eine freie Kultur als Puls unserer offenen Gesellschaft

Warum haben wir diese Initiative gestartet?

Im Vorfeld der Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin im September 2026 haben radikale Kräfte die Freiheit der Kunst gezielt angegriffen, schürten Verunsicherung, propagierten Ausgrenzung und stellten demokratische Grundwerte zunehmend infrage. Mit der Initiative „Demokratie sowieso!“, die der Deutsche Musikrat gemeinsam mit zahlreichen Partnerinnen und Partnern initiierte, setzten wir dem eine klare Botschaft entgegen: für eine freie Kultur als Puls unserer offenen Gesellschaft.

Was war das Ziel der Initiative?

Ziel der Initiative war es, Menschen im Vorfeld der Wahlen für den Wert einer vielfältigen Kultur zu sensibilisieren und zu mobilisieren. Gerade in kulturpolitisch herausfordernden und gesellschaftlich unsicheren Zeiten setzt sie zudem ein sichtbares Zeichen der Solidarität mit Musikschaffenden, Musikinstitutionen und zivilgesellschaftlichen Akteur:innen – insbesondere in Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Berlin.

Wenn demokratische Werte ins Wanken geraten, müssen wir als Musikleben Haltung zeigen. Demokratie lebt von Vielfalt – und Musik macht sie hör- und erlebbar. Mit ‚Demokratie sowieso!‘ laden wir alle ein, ein sichtbares Zeichen zu setzen: für Kulturelle Vielfalt, für die Freiheit der Kunst und für eine freie Kultur als Puls unserer offenen Gesellschaft.

Über 1 Million erreichte Menschen, über 100 Partnerinstitutionen

Mit dem Tag der Deutschen Einheit am 3. Oktober 2026 beendete der Deutsche Musikrat seine Kampagne „Demokratie sowieso!“ Sowohl beim zentralen Einheitsfest, das dieses Jahre unter dem Motto „VIELE STÄRKEN – EIN LAND“ in Bremen stattfand, als auch bundesweit an über 215 Orten, wo im Rahmen des Aktionstags „3. Oktober – Deutschland singt und klingt“ musikalische Aktionen stattfanden, wurde deutlich: Das Engagement für demokratische Werte, für Einheit und Zusammenhalt ist ungebrochen und stark.

Die Initiative „Demokratie sowieso!“ des Deutschen Musikrats hat seit ihrem Start am 10. August 2026 über eine Million Menschen bundesweit auf Social Media erreicht. Auch analog war die Kampagne über Sticker, Plakate und Postkarten präsent. Über 100 Verbände und Kulturinstitutionen haben sich der Initiative angeschlossen und zeigten gemeinsam Haltung: für Kulturelle Vielfalt, für die Freiheit der Kunst und für eine freie Kultur als Puls unserer offenen Gesellschaft.

Prof. Lydia Grün, die Präsidentin des Deutschen Musikrats betont: „Die Initiative ‚Demokratie sowieso!‘ und die Aktivitäten rund um den 3. Oktober haben gezeigt, welch großes Netzwerk die Musik über alle Ebenen hinweg mobilisieren kann. Gerade in schwierigen Zeiten muss das Musikleben zusammenrücken. Denn Musik verbindet Menschen und kann Gemeinschaft, Zuversicht und Zusammenhalt stiften. Für uns gilt unverändert: Musik und Kultur brauchen Freiheit, Vielfalt und Demokratie. Gerade jetzt, nach den Landtagswahlen 2026, dürfen wir in unserem Einsatz für diese Werte nicht nachlassen. 
Wir danken allen sehr herzlich, die sich eingebracht und gemeinsam für die Sichtbarkeit unserer Initiative engagiert haben. Die daraus neu entstandenen und vertieften Verbindungen machen unser Netzwerk für die Musik stärker und resilienter.“

Weitere Initiativen und weiterführende Links

Neben dem Deutschen Musikrat setzen sich viele weitere Initiativen des Kulturlebens für eine vielfältige Kulturlandschaft und ein demokratisches Miteinander ein.

Hilfs- und Beratungsangebote bei Anfeindungen

HateAid

Sind Sie von digitaler Gewalt, Hass im Netz oder Online-Belästigung betroffen, wenden Sie sich an HateAid. Die Organisation unterstützt Betroffene mit Beratung, Informationen und rechtlicher Unterstützung bei der Durchsetzung ihrer Rechte. Darüber hinaus bietet HateAid eine Übersicht über spezialisierte Beratungs- und Meldestellen für verschiedene Formen digitaler Gewalt.

WEISSER RING

Sind Sie von Hass, Hetze oder anderen Formen von Gewalt betroffen oder suchen Unterstützung? Der WEISSE RING bietet Betroffenen persönliche Beratung, Informationen und praktische Hilfe – online, telefonisch und vor Ort. Auch bei Hass und Hetze im Netz finden Betroffene dort Unterstützung und Orientierung zu möglichen nächsten Schritten.

Hilfe-info.de

Sind Sie von einer Straftat betroffen oder suchen Informationen zu Ihren Rechten und Unterstützungsmöglichkeiten? Auf hilfe-info.de finden Betroffene, Angehörige und Fachkräfte umfassende Informationen zu Hilfsangeboten, Beratungsstellen und weiteren Unterstützungsmöglichkeiten in Deutschland.

Antidiskriminierungsstelle des Bundes

Sind Sie von Diskriminierung betroffen oder suchen Informationen zu Ihren Rechten? Die Antidiskriminierungsstelle des Bundes informiert über den gesetzlichen Diskriminierungsschutz, berät Betroffene zu ihren Handlungsmöglichkeiten und vermittelt bei Bedarf an geeignete Beratungsstellen.

Bundesverband Mobile Beratung (BMB)

Suchen Sie Unterstützung im Umgang mit Rechtsextremismus, Rassismus oder anderen demokratiefeindlichen Vorfällen? Die Mobilen Beratungsteams unterstützen bundesweit Vereine, Initiativen, Kommunen und weitere Akteur*innen mit unabhängiger Beratung und begleiten sie bei der Entwicklung geeigneter Handlungsstrategien.

Hatefree

Sind Sie von digitaler Gewalt, Hass im Netz oder Online-Belästigung betroffen und suchen rechtliche Unterstützung? Hatefree bietet spezialisierte juristische Beratung, prüft mögliche rechtliche Schritte und unterstützt Betroffene bei der Durchsetzung ihrer Rechte.

REspect! im Netz

Sind Sie auf Hass, Hetze oder strafrechtlich relevante Inhalte im Internet gestoßen? Bei REspect! im Netz können Sie solche Inhalte melden. Die Meldestelle prüft eingehende Meldungen, unterstützt Betroffene und leitet strafrechtlich relevante Fälle an die zuständigen Strafverfolgungsbehörden weiter.

Internet-Beschwerdestelle

Sind Sie auf illegale oder jugendgefährdende Inhalte im Internet gestoßen? Bei der Internet-Beschwerdestelle können Sie problematische Inhalte kostenlos und vertraulich melden. Die Meldungen werden geprüft und bei festgestellten Verstößen werden geeignete Maßnahmen eingeleitet.

Das NETTZ – Vernetzungsstelle gegen Hate Speech

Suchen Sie Informationen, Materialien und Praxisbeispiele zum Umgang mit Hass im Netz? Das NETTZ – Vernetzungsstelle gegen Hate Speech bündelt Wissen, fördert digitale Zivilcourage und vernetzt Akteur*innen aus Zivilgesellschaft, Wissenschaft, Politik und Medien, die sich für eine respektvolle und diskriminierungsfreie digitale Debattenkultur einsetzen.

Klicksafe

Suchen Sie Informationen zum sicheren und kompetenten Umgang mit digitalen Medien? Die EU-Initiative klicksafe bietet unabhängige Informationen, praxisnahe Materialien und Tipps für Eltern, pädagogische Fachkräfte sowie alle, die sich über aktuelle Online-Themen informieren und ihre Medienkompetenz stärken möchten.

Neue deutsche Medienmacher*innen

Suchen Sie Informationen und praktische Hilfestellungen zum Umgang mit Hass im Netz? Die Neuen deutschen Medienmacher*innen bieten Tipps, Leitfäden und Materialien für Medienschaffende, Redaktionen und alle, die sich für einen respektvollen und demokratischen Austausch im digitalen Raum einsetzen.

Zwischentöne erkennen

Suchen Sie Unterstützung beim Umgang mit extremistischen Tendenzen oder demokratiefeindlichen Haltungen im Musikverein, Chor oder Orchester? Die BMCO-Broschüre „Zwischentöne erkennen“ bietet praxisnahe Handlungsempfehlungen, rechtliche Grundlagen, Musterformulierungen und Checklisten, um Verantwortliche und Engagierte in der Amateurmusik bei der Gestaltung eines offenen und demokratischen Vereinslebens zu unterstützen.

Initiative Toleranz im Netz

Suchen Sie Informationen zu Meldestellen, Hilfsangeboten oder Bildungsangeboten rund um Hass und Hetze im Netz? Die Initiative Toleranz im Netz bündelt Informationen, Anlaufstellen und Unterstützungsangebote für Betroffene, Angehörige, Lehrende und Interessierte und bietet Orientierung im Umgang mit digitaler Gewalt.

Netzwerk für Demokratie und Courage (NDC)

Suchen Sie Bildungsangebote zu Demokratie, Diskriminierung oder dem Umgang mit menschenfeindlichen Einstellungen? Das Netzwerk für Demokratie und Courage bietet bundesweit Projekttage, Workshops, Fortbildungen und Beratungsangebote für Schulen, Vereine, Verbände und weitere Zielgruppen an.

Partner und Unterstützer

Die Initiative des Deutschen Musikrats entstand in enger Zusammenarbeit mit der Agentur BOROS. Wir danken BOROS für die besondere Unterstützung bei Entwicklung und Umsetzung.

 

Der Initiative angeschlossen haben sich: